
Nationale Notenbanken, die EZB und die US-Notenbank FED stemmen sich verzweifelt gegen eine erneute Finanzkrise..
Verzweifelter Kampf der Notenbanken
Der Ölpreis wird seit Monaten nicht mehr aus Angebot und Nachfrage gebildet. Wichtiger ist die Entwicklung des Finanzmarktes. Der undisziplinierte Umgang mit dem Haushalts-Budget der meisten wichtigen Volkswirtschaften und die Sozialisierung der Kollateralschäden der Finanzkrise haben die USA und wichtige Teile der EU-Mitgliedländer in eine bedenkliche finanzielle Notlage geführt. Mit Ausweitung der Geldmengen und tiefsten Leitzinsen sowie Rettungsschirmen aller Art kämpfen nationale Notenbanken, die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds gegen eine nächste Finanzkrise. Im Zentrum der Bemühungen steht die Verhinderung eines Domino-Effektes, der mit der Insolvenz eines einzelnen Landes entstünde.
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Die Geldgeber dieser Länder sind zumeist schwach kapitalisierte Banken. Würden sie in einen Insolvenz-Strudel mitgerissen, stünden ganze Volkswirtschaften still.
Wettrüsten in der Geld-Entwertung.
Eine Folge der Geldmengen-Ausweitung, die zur Stützung der Finanzwelt und zum sozial verträglicheren Abbau immenser Staatschulden unverzichtbar scheinen, führen zu starken, schnellen Verschiebungen von Anlagevermögen in die jeweils am sichersten scheinende Anleger-Fluchtburg.
Spekulative Steilpässe.
Je nach Nachrichtenlage und Stimmung gewinnen einmal Aktien die Gunst der An-leger, nur sofort von bestimmten Währungen, Edelmetallen oder Rohwaren abgelöst zu werden. Die Entwicklung der Ölpreise ist kaum abschätzbar. Abhilfe würde nur eine Limitierung des Eigenhandels der Banken, eine Aufspaltung der Geschäftstätigkeit in traditionelles und Investment-Banking sowie die Besteuerung spekulativer Finanz-Transaktionen bringen. Davon sind wir aber in den wichtigen Volkswirtschaften trotz zunehmender Proteste der Bevölkerung weit entfernt.
Die Schweizer Nationalbank ringt um den Franken.
Der Schweizer Franken steht in dieser Situation wie ein Leuchtturm bei Ebbe im Meer. Die umgebenden Währungen verlieren durch die Turbulenzen der Staatsver-schuldungskrise ständig an Wert, der Franken wird wie von selbst immer stärker. Was für die KonsumentInnen beim Kauf von Importgütern vorteilhaft wäre, ist für die Schweizer Export-Industrie existenzgefährdend. Wir haben hierzulande derzeit nur die Wahl zwischen deutlichem Absinken der Exporte, drastischem Job-Abbau wegen fehlender Export-Aufträge oder höheren Importpreisen u.a. auf Heizöl. Die bisher zielführenden Interventionen der Schweizer Nationalbank haben seit August den Franken zum Dollar von 72 auf 93 Rappen angehoben, was einer Verteuerung bei Heizöl von CHF 18.-- pro 100 Liter entspricht.
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