oelmail - Heizöl- Newsletter

Ausgabe Nr. 06 - Oktober 2011

oelMail informiert Sie quartalsweise, in einfacher Sprache und aus neutraler Optik über die Faktoren, die den Heizölpreis beeinflussen. oelMail hilft Ihnen beim Entscheid, wann und wieviel Heizöl Sie für Ihren Bedarf einkaufen sollen.

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Topstory - Schulden-Epidemie mit hoher Ansteckungsgefahr


Nationale Notenbanken, die EZB und die US-Notenbank FED stemmen sich verzweifelt gegen eine erneute Finanzkrise..

Verzweifelter Kampf der Notenbanken

Der Ölpreis wird seit Monaten nicht mehr aus Angebot und Nachfrage gebildet. Wichtiger ist die Entwicklung des Finanzmarktes. Der undisziplinierte Umgang mit dem Haushalts-Budget der meisten wichtigen Volkswirtschaften und die Sozialisierung der Kollateralschäden der Finanzkrise haben die USA und wichtige Teile der EU-Mitgliedländer in eine bedenkliche finanzielle Notlage geführt. Mit Ausweitung der Geldmengen und tiefsten Leitzinsen sowie Rettungsschirmen aller Art kämpfen nationale Notenbanken, die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds gegen eine nächste Finanzkrise. Im Zentrum der Bemühungen steht die Verhinderung eines Domino-Effektes, der mit der Insolvenz eines einzelnen Landes entstünde.

   

Die Geldgeber dieser Länder sind zumeist schwach kapitalisierte Banken. Würden sie in einen Insolvenz-Strudel mitgerissen, stünden ganze Volkswirtschaften still.

Wettrüsten in der Geld-Entwertung.
Eine Folge der Geldmengen-Ausweitung, die zur Stützung der Finanzwelt und zum sozial verträglicheren Abbau immenser Staatschulden unverzichtbar scheinen, führen zu starken, schnellen Verschiebungen von Anlagevermögen in die jeweils am sichersten scheinende Anleger-Fluchtburg.

Spekulative Steilpässe.
Je nach Nachrichtenlage und Stimmung gewinnen einmal Aktien die Gunst der An-leger, nur sofort von bestimmten Währungen, Edelmetallen oder Rohwaren abgelöst zu werden. Die Entwicklung der Ölpreise ist kaum abschätzbar. Abhilfe würde nur eine Limitierung des Eigenhandels der Banken, eine Aufspaltung der Geschäftstätigkeit in traditionelles und Investment-Banking sowie die Besteuerung spekulativer Finanz-Transaktionen bringen. Davon sind wir aber in den wichtigen Volkswirtschaften trotz zunehmender Proteste der Bevölkerung weit entfernt.

Die Schweizer Nationalbank ringt um den Franken.
Der Schweizer Franken steht in dieser Situation wie ein Leuchtturm bei Ebbe im Meer. Die umgebenden Währungen verlieren durch die Turbulenzen der Staatsver-schuldungskrise ständig an Wert, der Franken wird wie von selbst immer stärker. Was für die KonsumentInnen beim Kauf von Importgütern vorteilhaft wäre, ist für die Schweizer Export-Industrie existenzgefährdend. Wir haben hierzulande derzeit nur die Wahl zwischen deutlichem Absinken der Exporte, drastischem Job-Abbau wegen fehlender Export-Aufträge oder höheren Importpreisen u.a. auf Heizöl. Die bisher zielführenden Interventionen der Schweizer Nationalbank haben seit August den Franken zum Dollar von 72 auf 93 Rappen angehoben, was einer Verteuerung bei Heizöl von CHF 18.-- pro 100 Liter entspricht.

(siehe auch unsere Einkaufs-Empfehlung)

 

Aktuelles aus der oelWelt - Problemlose Versorgungslage


Bizarres Ende einer 40jährigen Diktatur. Muammar-al-Gadhafi nimmt den Hut (und Schirm).

Arabischer Frühling / Libysche Revolution
Seit Frühjahr fehlt die libysche Fördermenge von 1.7 Mio. Barrel auf dem Weltmarkt. Nach jüngsten Meldungen wird bis Ende Jahr wieder täglich 0.7 Mio. Barrel des qualitativ hochstehenden und leichten Rohöls exportiert werden. Bis Mitte 2012 soll die Vor-Bürgerkriegs-Exportmenge erreicht werden.

   

Produktionsrückgang in der Nordsee
Förder-Probleme und Wartungsarbeiten auf verschiedenen Ölfeldern der Nordsee haben die Produktionsmenge von Brent in den letzten beiden Quartalen eingeschränkt.

Preisdifferenz WTI-Brent
In den vergangenen Monaten ist der Preisunterschied zwischen der US-Standard-Qualität WTI (West Texas Intermediate) und der Nordseequaliät Brent auf mehr als USD 20 angewachsen. Brent ist wegen der oben beschriebenen Gründe und trotz seiner energetisch geringeren Qualität heute teurer als WTI, das hauptsächlich im gut versorgten und derzeit nachfrageschwachen US-Markt konsumiert wird.

Keine Globalisierung beim US-Öl.
Das gemessen an anderen Ölsorten derzeit günstige US-Öl (WTI) fliesst trotz des Preisvorteils nicht in andere Teile des Weltmarktes. Grund dafür ist die nicht vorhan-dene Logistik-Infrastruktur. In der Vergangenheit war es nicht nötig, zu hohe US-Ölvorräte aus den US-Verteil- und Lagerzentren kostengünstig zurück an die Atlantik-Ölterminals und in andere Teile der Welt zu transportieren. Die Infrastruktur dafür fehlt.

(siehe auch unsere Einkaufs-Empfehlung)

 

Wirtschafts-News - Der Wirtschafts-Lokomotive USA fehlt der Dampf

US-Präsident Barack Obama.
Zwei teure Kriege, ein lockerer Umgang mit dem Haushalts-Budget und die Sozialisierung der ‚Kollateralschäden’ der Finanzkrise treiben die grösste Volkswirtschaft an den Rand des finanziellen Abgrundes.

Staats-Verschuldung:
Dieses Jahr entging die USA einer Zahlungsunfähigkeit bisher dreimal nur durch eine Anhebung der in der Verfassung verankerten Schulden-Obergrenze. Ende 2010 betrug die Verschuldung sagenhafte 95% des Brutto-Inland-Produktes.

Immobilien-Markt:
In vielen Regionen sinken die Häuserpreise weiter. Im August liegt die Zahl der neu begonnenen Hausbauten 5% unter den ohnehin tiefen Vorjahreszahlen.

   

Für 2011 wird mit 570'000 Neubauten gerechnet, während guter wirtschaftlicher Zeiten läge diese Zahl bei 1.2 Mio. Die Zeit, in denen stets steigende Immobilien-Werte als Kreditkarte für den Privatkonsum verwendet wurden, ist vorbei.

Job-Markt:
Im August sind in den USA 100'000 neue Jobs gemeldet worden. Das ist seit Monaten der beste Wert. Die Ziffer darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass in der grössten Volkswirtschaft jeder zweite Arbeitslose länger als sechs Monate ohne Anstellung ist und dass die Arbeitslosenraten überdurchschnittlich lange bei 10% steht.

Gedämpfter Privatkonsum:
Die US-Wirtschaft hängt zu über 60% am privaten Konsum. Die aktuelle Situation auf dem Arbeits- und Immobilien-Markt dämpft ihn. Das führt seit Monaten u.a. zu einer gedämpften Nachfrage nach Brenn- und Treibstoffen – und überdurchschnittlich gefüllten Öl-Lagern.

BIP-Wachstum:
Der internationale Währungsfonds schätzt das Wirtschaftswachstum in den USA für das laufende Jahr auf 1.5%. Für eine wirtschaftliche Entspannung wäre ein deutlich höheres Wachstum nötig.

 

Unsere Einkaufs-Empfehlung

Einkaufen oder Abwarten?



Die Ölpreis-Entwicklung liess sich selten so schlecht einschätzen wie in den vergangenen Monaten, da nicht absehbar ist, wie sich die Schuldenkrise in der EU und in den USA weiter entwickelt und davon die wichtigen Volkswirtschaften der Welt abhängen. Die Ereignisse am Finanzmarkt übertönen aber seit Monaten die sonst für die Ölpreis-Entwicklung wichtigen Faktoren wie Angebot, Nachfrage, Vorräte, Fördermengen u.dgl. In dieser Lage empfehlen wir Ihnen den frühzeitigen Einkauf von mindestens einer Teilmenge. Das ist ein praktischer Kompromiss. Sie sitzen sicher in einer warmen Stube, gewinnen Zeit und könnten bei einem Ölpreis-Rückgang den Heizöltank später günstiger ganz füllen.

Unser eMail-Offert-Service hält Sie über die aktuelle Ölpreis-Entwicklung auf dem Laufenden. Damit verpassen Sie keine günstige Einkaufsgelegenheit:
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